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Schulfahrt nach London

Bericht: Alexander Bachinger

Am Montag, den 27.07.2015, haben wir uns um 7:45 Uhr am Flughafen München vor der großen Anzeigentafel getroffen. Es waren alle! pünktlich! da und wir sind ohne Probleme eingecheckt. Nach einer Stunde konnten wir dann ins Flugzeug eingestiegen und flogen los. Während des ganzen Fluges gab es keine Turbulenzen und der Pilot ist sehr sanft gelandet. Leider mussten wir zur Weiterfahrt etwas warten, weil ein Schüler seine Geldbörse mit Pass im Flieger liegenließ – aber dazu später mehr!

Vom Flughafen sind wir dann mit dem Zug nach London Hammersmith gefahren und von dort zu unserem kleinen Hotel gelaufen. Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt und uns ein bisschen ausgeruht hatten hatten, sind wir mit der Tube zum Hyde Park gefahren, wo wir uns mit unserer Stadtführerin getroffen haben. Es war noch ziemlich kalt, unser Guide berichtete, dass es die vergangenen Tage 7 Grad und Dauerregen hatte. Wir hatten also mit typischem Londoner Windwetter, bedecktem Himmel und 15 Grad ziemlich viel Glück mit dem Wetter.

Sie zeigte uns in einem Sightseeing-Walk alle typischen Sehenswürdigkeiten Londons zwischen Hyde-Park und Themse – Harrots, Buckingham-Palace und Westminster Abbey natürlich inbegriffen. Am Abend nach mehr als vier Stunden Sightseeing gab’s dann einen zünftigen Besuch in einem traditionellen Londoner Burger-Restaurant – gerade noch rechtzeitig, sonst wären wir alle vor Hunger gestorben!

Am Dienstagvormittag stand nach einem typisch englischen Pensionsfrühstück (sehr sparsam!) der Besuch des Shakespeare’s Globe Theatre gleich in der Frühe auf dem Programm. Das Wetter meinte es gut – Sonnenschein und 18 Grad, was will man mehr! Auf dem Weg in die Tube hatte sich Laura allerdings bös den Finger verdreht – aber auch dazu später mehr!
Am Theater hatten wir dann eine Führung, in der uns ein netter Schauspieler sehr spannend Details über die Geschichte des Theaters und natürlich Shakespeare erzählt hat. Wir konnten sogar kurz bei einer Probe für ein Shakespeare Theaterstück zuschauen. Danach sahen wir uns in einer Art Museum im Globe die historischen Bilder und „Reliquien“ des wieder aufgebauten Theaters an und hatten noch eine Lehrstunde im Schauschwertkampf der „Stunt-Men“.

Dann ging‘s weiter in Richtung Tower Bridge an der beeindruckenden Skyline des modernen London vorbei. Zunächst haben wir aber auf dem historischen Londoner Boroughmarkt unsere erste Portion „Fisch & Chips“ verdrückt. Auf den Weg an der Themse flussabwärts konnten wir ein ausgemustertes und mitten in der Themse ankerndes Museumskriegsschiff, die HMS Belfast ebenso bestaunen, wie die Originalkriegsfregatte des Piraten und Admirals der britischen Marine Sir Francis Drake.

Kurz bevor wir die Tower Bridge überqueren konnten, öffnete sich die Basküle und ein Schiff fuhr unten durch – schon ganz beeindruckend. Auf der anderen Seite der Tower Bridge konnten wird dann den burgartigen Palast „Tower of London“, den Ursprung des heutigen britischen Herrschaftshauses besuchen und konnten und dort die mittelalterlichen Ritterdynastien und deren altertümliche Foltermethoden sowie die Kronjuwelen betrachten. Natürlich durften hier die Bilder mit den Bärenfellmützen nicht fehlen.

Zum Ende des jetzt schon langen Nachmittages sind wir mit dem Sightseeing-Schiff wieder flussaufwärts zum Westminster Palace gefahren, vorbei am „London Eye“ und „Big Ben“. Nach der Besichtigung fuhren wir wieder ins Hotel und machten nur ganz kurz Pause. Lauras Finger wurde allerdings immer dicker! Die Arme musste dann doch mit Janina und Herrn Fichtner einen Besuch in einem Londoner Krankenhaus machen. Drei Stunden Warten inklusive ungeplanter Doppeluntersuchung mit dem Ergebnis: Eine Pflasterschiene um den Nachbarfinger!

Alle anderen sind am Abend waren zum Essen in ein Londoner Steakhaus und wir haben uns dann auf dem Rückweg noch die abendliche Innenstadt angeschaut – Piccadilly Circus und China Town am Abend lieferten „leuchtende Eindrücke“.

Am Mittwoch sind wir zunächst ins London (National) Museum gegangen. Hier konnte jeder ganz umsonst ganz tief vor allem in die Kolonialgeschichte Englands eintauchen. Von der Steinzeit über Ramses und die ägyptischen Mumien, den alten Griechen und Römern, den Kelten und den Normannen bis ins Mittelalter war wirklich alles in riesigen Ausstellungen zu bewundern – für einen Vormittag einfach „Information-overflow“ und dringend zu einem Nachbesuch empfohlen!

Danach wollten viele ins Museum der Madame Tussauds gehen, doch es war genau wie am London-Eye einfach viel zu viel los, man hätte jeweils mehr als zwei Stunden in den Warteschlangen verbringen müssen – also haben wir das ausgelassen und es hieß Sightseeing auf eigene Faust und Treffen am Nachmittag im Hotel. Den Rest des Nachmittags haben dann die meisten auf dem Zimmer verbracht, bis wir dann am frühen Abend zu einer Jack the Ripper Tour aufgebrochen sind.

Unser Guide hatte uns zunächst in ein typisches Englisches Restaurant in der fast unveränderten Altstadt gebracht, wo wir uns alle zum Abendmenue Fish and Chips bestellt haben. Danach hat uns der Guide als Höhepunkt des Tages durch die Altstadtgegend an mehr oder weniger unheimliche Orte geführt, an denen Jack the Ripper mehreren Frauen aus dem Rotlicht Milieu aufgelauert und sie bestialisch aufgeschlitzt hatte. Die ersten Fotografien aus dieser Zeit zeigten die mit Blut geschriebenen Geständnisbriefe des Serienmörders und entsetzliche Details seiner Opfer – einigen drehte sich fast der Magen um. Unsere Tour endete da, wo sie angefangen hatte – im Restaurant, mit dem Hinweis, dass genau hier Jack the Ripper die letzte Frau ermordet hatte, bevor er spurlos verschwand. Wir verschwanden auch wieder aus dem Viertel Richtung Hotel und konnten uns erneut einen Eindruck von London bei Nacht machen.

Am vierten Tag, dem Donnerstag konnten alle nochmal zum „freien Shoppen“ in die Stadt zu eigenen Zielen fahren. Ich musste mich allerdings mit Frau Köglmeier zur deutschen Botschaft begeben und mir einen Ersatzpersonalausweis ausstellen lassen, damit ich später am Flughafen wieder nach Deutschland ausreisen konnte (sonst säße ich wahrscheinlich immer noch mittellos im schönen London und würde nach meinem zu Beginn der Londonreise im Flieger liegen gelassenen Personalausweis bei der Polizei und Easyjet forschen).

Unser ruhiger Flug hatte ziemlich Verspätung und so sind wir erst um ungefähr 22 Uhr am Münchner Flughafen angekommen. Ich hatte das Glück von meinen Eltern abgeholt zu werden, andere waren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln noch ziemlich lange unterwegs, bis sie sich endlich nach extrem schönen und mit tausenden von Eindrücken vollgepackten vier Tagen zu Hause ins Bett fallen lassen konnten.